Ritterburgen

Burgen vor den Bergen

 

Am Anfang war...

ein Dorf. „Imendorf“, der Name stammt wahrscheinlich vom Anführer eines alamannischen Siedlertrupps. Die Lage war mit Bedacht gewählt: die Nähe zur Iller, das Konstanzer Tal, eine bedeutende Ost-Westverbindung und hohe Buckel, auf die man Burgen setzen konnte, Talengen kontrollieren und Zölle erheben. Die strategische Lage entging auch nicht dem mächtigen Geschlecht der Montforts; 1332 nahmen sie die ehemalige Reichsburg  Rothenfels in Besitz. 1360 wurde das Dorf zu „Immenstadt“ und platzte in den engen Stadtmauern bald aus allen Nähten. Vor den Toren wurde gesiedelt, die Salzstraße und die damit vorbeikommenden Händler sicherten Arbeit und Brot des lokalen Gewerbes.
 
Wie das Leben so spielt… kommt nach jedem Höhenflug ein tiefes Tal: Der Dreißigjährige Krieg, die Pest radierten 70% der Einwohner aus. Große Brände waren die Geißel des 17. und 18. Jh. und die Eingliederung der ehemaligen stolzen Residenzstadt ins neue Königreich Bayern brachte – sprechen wir es tapfer aus – Steuern, Kriegsdienst, Ausblutung.
 
Die Welt aus den Fugen             
Beide Weltkriege rissen Immenstadt aus der Beschaulichkeit. Hunger, Not, der Zwang für den Nachschub zu sorgen und kurz vor Ende des 2. Weltkriegs noch zwei verheerende Luftangriffe - nichts war mehr wie zuvor.
 
Fühlen Sie ruhig mit.