180. Geburtstag von Johann Georg Grimm
Ein Abend des Gedenkens und der Kunstgeschichte in der Hofmühle
Am 28. Februar 2026 um 19:00 Uhr widmete sich die Hofmühle in Immenstadt im Allgäu einem besonderen Jubiläum: dem 180. Geburtstag von Johann Georg Grimm.
Zahlreiche interessierte Besucherinnen und Besucher fanden sich ein, um dem bedeutenden Sohn der Region zu gedenken und mehr über sein Leben und Wirken zu erfahren. Der Abend stand ganz im Zeichen der Kunst, der Geschichte und der bleibenden Verbindung zwischen Allgäu und internationaler Kultur.

Johann Georg Grimm – Ein Künstler zwischen Allgäu und Brasilien
Johann Georg Grimm wurde 1846 in Immenstadt geboren und entwickelte sich zu einem der bedeutendsten Landschaftsmaler seiner Zeit. Sein künstlerischer Weg führte ihn weit über die Grenzen seiner Heimat hinaus – bis nach Brasilien, wo er als Professor an der Akademie der Schönen Künste in Rio de Janeiro wirkte und die brasilianische Landschaftsmalerei nachhaltig prägte.
Trotz seiner internationalen Karriere blieb Grimm seiner Herkunft stets verbunden. Seine frühen Eindrücke aus der Allgäuer Landschaft beeinflussten seine Wahrnehmung von Natur, Licht und Atmosphäre – Motive, die sich in seinen späteren Werken wiederfinden.
Ein Fachvortrag zum Gedenken
Den Vortrag des Abends hielt Günther Maire, Experte des Freundeskreises Johann Georg Grimm e.V. Mit großer Sachkenntnis und spürbarer Begeisterung zeichnete er den Lebensweg des Künstlers nach – von den Anfängen in Immenstadt über seine Studienjahre bis hin zu seinem Wirken in Südamerika.
Dabei wurde deutlich, welche kulturelle Brücke Grimm zwischen Europa und Brasilien schlug. Maire beleuchtete nicht nur die kunsthistorische Bedeutung Grimms, sondern auch dessen Persönlichkeit, seine künstlerischen Überzeugungen und die Herausforderungen seiner Zeit.
Der Vortrag verband biografische Einblicke mit kunsthistorischer Einordnung und ließ die Besucher tief in das 19. Jahrhundert eintauchen.
Ein Abend der Erinnerung und Wertschätzung
Die Veranstaltung war mehr als eine historische Rückschau. Sie zeigte, wie lebendig regionale Geschichte sein kann – und wie stark Persönlichkeiten wie Johann Georg Grimm das kulturelle Erbe einer Stadt prägen.
In der besonderen Atmosphäre der Hofmühle entstand ein würdiger Rahmen für diesen Gedenkabend. Gespräche im Anschluss an den Vortrag machten deutlich, wie groß das Interesse an Grimms Leben und Werk weiterhin ist.

Kultur lebendig halten
Mit Veranstaltungen wie dieser unterstreicht die Hofmühle ihre Rolle als Ort der kulturellen Erinnerung und des historischen Austauschs in Immenstadt. Der 180. Geburtstag Johann Georg Grimms bot Anlass, sich erneut mit einem Künstler auseinanderzusetzen, dessen Wirken weit über die Region hinausstrahlt – und der dennoch fest in seiner Heimat verwurzelt bleibt.
Die Hofmühle bedankt sich bei Günther Maire und dem Freundeskreis Johann Georg Grimm e.V. für den fundierten und eindrucksvollen Beitrag zu diesem besonderen Jubiläum.




