Die ``Dienstagsschrauber``
Von Studierenden der RWTH Aachen und DHBW Stuttgart bis 20.09.2026 in der Sonderausstellung zu sehen.
M U S E U M H O F M Ü H L E – I M M E N S T A D T – B L O G
Mit der Imme in die Zukunft
….oder wie aus der Freizeitbeschäftigung einer Technik-Studierenden ein Imme-Modell in 3D-Druck entsteht. 2021 und 2022 restaurierte die indische Masterstudentin Bhagyashri Bachhav von der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH) Aachen eine Imme R 100 von 1948. Neben Praktikum und Masterthesis engagierte sie sich mit anderen technikbegeisterten Studierenden beim Workshop 4107 in Flein bei Heilbronn, Die „Dienstagsschrauber“ widmen sich dort der Restaurierung historischer Fahrzeuge.
Als Erinnerung an ihre Studienzeit wünschte sie sich ein Modell einer Imme. So kam im Workshop 4107 die Idee auf, ein Imme-Modell mittels Nachkonstruktion par CAD und 3D-Druck selbst herzustellen. Dazu musste das Imme-Motorrad vermessen, die 3D-Daten und mit einem 3D-Drucker gedruckt und zusammengefügt werden.

„Dienstagsschrauber“-Workshops
Eberhard Schätzle, Diplom-Ingenieur und emeritierter Dozent an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW Stuttgart), auch Mitinitiator des „Dienstagsschrauber“-Workshops, plante aus dem Imme-Thema ein Projekt zu machen. Denn der Ansatz der Dualen Hochschule bedeutet, dass nicht nur theoretisches Wissen vermittelt wird, sondern die Studierenden auch lernen, dieses in der Praxis anzuwenden. In Zusammenarbeit mit dem Imme-Freundeskreis begann von Januar bis März 2026 ein Hochschulprojekt an der DHBW zur „Nachmodellierung eines vollständigen Motors des Kleinmotorrades Imme 100 R100 der Norbert Riedel AG, Immenstadt/Allgäu von 1948 in 3D-CAD Daten mit anschließender additiver Fertigung der Einzelteile und Zusammenbau.
Das Übungsprojekt im Fachbereich Konstruktionslehre II wurde von Studierenden im 4. Semester des Studiengangs Wirtschaftsingenieurwesen in verschiedenen Kleingruppen und Teams ausgeführt.
Das Projekt kombiniert klassische Konstruktionslehre mit moderner CAD-Technik. Ausgedruckte „echte Teile“ aus Polylactic Acid (PLA) werden neben digitalen Zwillingen hergestellt. Die CAD-Daten erstellte Eberhard Schätzle, die Schnittzeichnung lieferte Jürgen Kellermann vom Imme-Freundeskreis. Die Umsetzung erfolgte in den Schritten 3D-CAD-Modellierung, technische Berechnungen (z.B. Toleranzen), 3D-Druck der Komponenten und Zusammenbau einem Funktionsmodell.










